Horror Tropes

In Büchern begegnen uns wiederkehrende Motive, Elemente und Themen, die eine Vertrautheit schaffen, uns eventuell auch eine gewisse Sicherheit geben und auf die wir uns freuen. Hier liste ich euch meine liebsten Horror Tropes auf. Ich beschränke mich auf übernatürlichen Horror, bei dem das Unmögliche, das Grauen, in die reale Welt einfällt. Es gibt natürlich noch viele verschiedene Tropes, die in Subgenres wie psychologischer Horror, Slasher und Splatter vorkommen.

  • Ein Umzug mit Folgen: Für mich der bekannteste und vor allem in Filmen am häufigsten verwendete Trope, wenn es um übernatürlichen Horror geht. Eine Familie zieht um, mit dem Ziel, der Vergangenheit zu entkommen oder die Idylle auf dem Land zu genießen. Das neue Haus hat jedoch etwas dagegen, oder besser gesagt die Wesen, die darin hausen …
  • Ein abgelegener Ort: Wenn es nicht das eigene Zuhause ist, das die Figuren bedroht, so wird doch oft ein Friedhof, eine verlassene Psychiatrie oder ein finsterer Wald zum Mittelpunkt des Geschehens.
  • Der übernatürliche Schrecken: Geister, Vampire, Dämonen, Humanoide, Zombies, Hexen, Werwölfe usw. Wer ist ihnen nicht schon einmal beim Lesen begegnet?
  • Verfluchte Gegenstände und alte Relikte: Widerfährt den Figuren Schreckliches durch einen Fluch, gebannt in einen Gegenstand? Ein Klassiker der Horror Tropes.
  • Das Grimoire: Der Schlüssel zur Bekämpfung des Bösen kann in einem alten Buch versteckt sein.
  • Abgeschottet und eingesperrt: Ein wiederkehrendes Motiv ist die Abschottung und damit die Isolierung der Figuren. Beispielsweise sind die Telefonleitungen tot, Schnee verhindert die Flucht der Figuren oder das Böse setzt seine Kräfte ein, um Türen zu verschließen oder um einen undurchdringlichen Nebel zu erzeugen. Die Figuren müssen sich alleine dem Bösen stellen und das macht die Geschichte so spannend.
  • Das Alltägliche versagt: Die Zeiger der Uhren drehen sich nicht weiter, flackernde und ersterbende Lichter und der Fernseher springt einfach an. Das würde mir im wahren Leben auch erstmal eine Gänsehaut bescheren. Ich habe wohl zu viele Horrorbücher gelesen …
  • Der Pakt mit dem Teufel: Im Laufe vieler Geschichten lassen sich die Figuren auf einen Deal mit dem Bösen ein, den sie im Nachhinein bereuen.
  • Happy End?: Das Ende kann, muss aber nicht, gut ausgehen. Lesende des Horror-Genres sind damit vertraut, dass die Figuren mit Schicksalsschlägen zu kämpfen haben und das Geschehene noch lange in ihnen nachhallen wird, selbst wenn am Ende alles gut scheint. Die Verluste im Laufe der Geschichte brennen sich nicht nur in das Gedächtnis der Figuren, sondern auch in das der Leser:innen.

Diese Liste ist natürlich nicht vollständig. Was sind eure liebsten Horror Tropes? Und interessieren euch die Tropes der anderen Subgenres auch?

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